centrecoaching Showcase Feb 2011


Nächster Präsentations-Termin: Februar 2011
Workshop Beginn: November 2010
Bewerbungen: ab jetzt

Bewerbungen bitte an: mail@centrecoaching.de

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Workshopinhalte

Centered Dance - Tanzübung

Die Teilnehmer bilden einen Kreis und tanzen sich warm. Nach einigen Minuten bewegt sich ein Teilnehmer in die Mitte und tanzt in seinem eigenen Stil. Dem Tänzer steht die Musik und sein inneres Empfinden zur Verfügung sich auszudrücken. Es ist nicht möglich und auch nicht erwünscht vorher einstudierte Choreographien darzubieten. Es geht um spontanes Ausdrücken frischer Impulse und Emotionen, darum „man selbst“ zu sein und sich zu zeigen. Was ist verfügbar? Eigener Körper, Musik, Emotion. Welche Stimmung entsteht? Was bringt der Tänzer mit? Was drückt er aus wenn er tanzt? Der Tanz, der Stil und die Stimmung wird von den anderen Teilnehmern aufgenommen. Hierbei ist es wichtig sich nicht nur die Bewegungen des Tänzers abzuschauen und zu versuchen sie zu kopieren, sondern sich auf die Stimmung und Gefühle des Tänzers einzulassen und zu versuchen sie aufzunehmen und nachzuempfinden; eine gute Übung für jeden Schauspieler. Doch in erster Linie soll hiermit ein tieferes Verständnis und ein wahrhaftigeres Kennenlernen der Teilnehmer möglich werden. Nach einigen Minuten bewegt sich der Vortänzer zurück in den Kreis und ein anderer Teilnehmer geht ins Zentrum und tanzt.

Die Erfahrungen, die hier gemacht werden, kommen der Rollenfindung und Szenenauswahl zu Gute, denn es werden „Character-Qualities“ sichtbar gemacht, die durch vorgefertigte Ideen überdeckt würden. Diese Übung unterstützt die Suche nach dem „Kern“, „Core“ oder nach dem „Zentrum“ des Schauspielers.

Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Übung ist es, den Fokus nicht auf den Boden zu richten sondern oben zu halten. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Aufmerksamkeit der Zuschauer absorbiert wird und dass mehr Blickkontakt mit den anderen Teilnehmern stattfindet.



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PartyImpro - Improvisation

Hierbei handelt es sich um eine Gruppenimprovisation mit der den Teilnehmern eine Gelegenheit geboten wird, sich unkompliziert kennenzulernen und Charaktereigenschaften zu zeigen. Diese Erfahrungen sind wichtig für die spätere Rollenfindung. Ein Teilnehmer spielt den Gastgeber. Die anderen spielen sich selbst als Gäste. Der Zeitpunkt der Party ist 2013. Das Treffen ist sozusagen ein Wiedersehen. Der Gastgeber wurde zuvor instruiert, die Gespräche auf folgende Punkte zu lenken:

Welche Rollen wurden von den Gästen in den letzten Jahren gespielt?
Wie läuft die Karriere?
Arbeiten sie beim Film, Tv oder Theater oder machen sie etwas anderes?
Welche Lieblings-, Wunsch- oder Traumrollen haben die Gäste?
Welche Länder, historische Zeitabschnitte reizen sie?
Was hat das Showcase ihnen damals gebracht?
Welches Filmgenre mögen sie?
Welche Rollen spielen die Gäste in der Zukunft (Zukunftsvisionen schildern)? Etc.

Während der Party wird getanzt und es gibt jede Menge zu trinken (in Form von Wasser), was den Gästen erlauben wird eventuelle Hemmungen zu verlieren. Den Gästen ist nahezu alles gestattet. Es herrscht Narrenfreiheit.

Die Dauer der Improvisation wird ca. 90 Minuten betragen. Danach gibt es ein Auswertungsgespräch in dem schon die ersten Casting-Vorschläge an Hand der zu Tage gekommenen Information gemacht werden können. Ebenfalls Situationen und Szenen, die sich während der Impro evtl. ergeben haben, können von großer Bedeutung für die Rollenfindung sein und wichtige Hinweise geben.






Audition Technique Class - Vorsprech Technik

Ziel dieser Workshopeinheit ist es, optimale Rollen bzw. Typen für jeden individuellen Schauspieler zu finden, wozu das vielseitige Feedback der Gruppe sehr hilfreich ist. Die Audition Technique-Class wird in folgender Weise durchgeführt: Nachdem sich die Gruppe gut kennen gelernt hat (z.B. durch „Centered Dance“, „Party-Impro“, „Maskenspiel“, „Kreise der Aufmerksamkeit“) werden "Qualities", schauspielerische und persönliche (Charakter-) Eigenschaften, gesammelt, sortiert und ausgewertet. In einem Abstimmungsverfahren kristallisieren sich drei besonders dominante Merkmale heraus. Danach werden gezielt Rollen entwickelt, die diese drei Hauptcharakteristika nach Möglichkeit vereinigen.






Circles of Concentration - Kreise der Aufmerksamkeit

Dieser Übungskomplex beruht auf der Technik „Kreise der Aufmerksamkeit“ von Konstantin Stanislawski. Er verleiht dem Schauspieler ein sehr realistisches und charismatisches Spiel und ist sehr gut in Vorsprechrollen zu integrieren. Der Schauspieler denkt sich einen Kreis um sich herum. Als Verbildlichung können auch Kreise mit Kreide gezeichnet oder von einem echten Reifen oder bestenfalls durch Beleuchtung dargestellt werden. In diesem Kreis befindet sich die Person in einem sehr privaten Zustand. Nur wenige Objekte haben in ihm Platz. Vielleicht ein Buch, ein Brief, eine Photographie oder ein Gedeck. Die Aufmerksamkeit des Schauspielers gilt nur den Objekten innerhalb des Kreises und seiner eigenen Person in diesem Mikrokosmos. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Kreis. Dieser Kreis kann auch nicht bei Eintreten in einen anderen abgelegt werden. Jede Person hat ihn stets um sich und er existiert auch nicht nur auf der Bühne, sondern auch im realen Zusammenleben, was zu spüren ist, wenn eine andere Person in diesen Kreis eindringt, ob erwünscht oder unerwünscht. Jede Person fühlt einen gewissen Radius um sich, in dem die Präsenz eines anderen Menschen intensiver zu spüren ist. Archimedes berühmter Satz: „Noli turbare circulos meos!“ (lateinisch für: „Störe meine Kreise nicht!“) ruft sich hier ins Gedächtnis. Die Energie in diesem Kreis ist diejenige welche z.B. zum Nachdenken und zum Führen von Selbstgesprächen verwendet wird. Der mittlere Zirkel hat Platz für zwei Personen. In ihm finden persönliche Gespräche statt. Auch in diesem Kreis herrscht eine Vertrautheit und Intimität, wie sie z. B. unter Familienangehörigen, guten Freunden oder Liebespaaren zu finden ist. Stanislawski würde hier den Lichtkreis auf einen Esstisch für zwei Personen richten. Nimmt er das gesamte Bühnenbild in seinem Lichtkreis auf, befindet man sich im nächst größeren Zirkel. Hier befinden sich mehr als zwei Subjekte. Es herrscht die Energie der Gruppe. Die Aufmerksamkeit von zwei Personen, die sich im zweiten Kreis befinden, kann auch von einem Tier, wie z. B. einer Lerche in den dritten Zirkel gezogen werden, wie es, wenn auch nur für einen Moment, in Shakespeares „Romeo und Julia“ geschieht. Auch Geister können eine Figur z.B. vom dritten Zirkel in den zweiten ziehen, wie es dem Geist Banquos in Shakespeares „Macbeth“ gelingt. Objekte, wie Maschinen, Automaten und Roboter haben ebenfalls die Fähigkeit Konzentrationszirkel zu beeinflussen, was sie vornehmlich im Bereich der Komödie tun, wofür in Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“ viele Beispiele zu finden sind. Eine weitere besonders interessante Variante der verschiedenen Zirkelkombinationen ist, wenn der Schauspieler das gesamte Publikum oder die Kamera als zweite Person anredet und diese in den zweiten Zirkel zieht. Dieses geschieht mehrfach in Shakespeares „Richard III“. In Sir Laurence Oliviers Filmfassung ist dieses Verfahren sehr gut zu beobachten. Richard III, gespielt von Olivier, weiht den Zuschauer gleich zu Anfang in seine Mordpläne ein und macht ihn so auf gewisse Weise zu seinem Komplizen. Der Chorus (Erzähler) in „Henry V“ spricht das Publikum als Gruppe an und befindet sich im großen dritten Zirkel. Der vierte, extrem große Zirkel überschreitet die Grenzen des Theatergebäudes und ist auf der Bühne nur imaginär zu beschreiben, z.B. mit einer gezeichneten Linie im Hintergrund des Bühnenbilds, welche den Horizont darstellen soll.

Die Varianten der Kreiskombinationen sind schier unerschöpflich und erfordern eine genaue Vorbereitung beim Gebrauch auf der Bühne. Nicht so jedoch im wirklichen Leben. Was im Theater oder im Film erst trainiert und neu kreiert werden muss und bei falschem oder ausbleibendem Einsatz aussieht wie schlechtes Spiel, funktioniert im realen Umgang mit Personen und Umgebungen ganz natürlich, wie von selbst.






Maskplay-Maskenspiel

Die Maskenarbeit dient dazu, überflüssiges und übertriebenes Spiel aufzuzeigen. Es macht das Wesentliche sichtbar und zeigt Energielecke auf. Dabei handelt es sich um flüchtige körperliche Gesten mit denen der Schauspieler ausweichen, sich verstecken, ablenken will oder Unsicherheiten zu überspielen versucht. Dies geschieht auf Grund mangelnder Konzentration, zu wenig Fokussierung oder schlechter Vorbereitung. Zudem lassen sich durch das Maskenspiel Motivationen der Charaktere, vor allem sexueller Art, sehr gut orten.






Animalwork-Tierarbeit

Die Tierarbeit ist perfekt geeignet für die Vorbereitung von Schauspielern auf Vorsprechrollen. Animalwork befreit den Schauspieler von engen Limitierungen bezüglich Benehmen, Stimme und Bewegung. Es zeigt neue Wege auf spezifisches und individuelles Verhalten der Charaktere freizulegen. Es ist ein patentes Mittel gegen verallgemeinertes und konventionelles Spiel.


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Wenn die Arbeit erfolgreich internalisiert ist, erkennt der Zuschauer nicht mehr zwingend das zu Grunde liegende Tier. Was bleibt ist dennoch die Präsenz (des Tiers und des Schauspielers) sowie instinktive Reaktion des Publikums. Etwas besonderes, animalisches anziehendes oder abstossendes bleibt dem Schauspieler zu eigen. Mimik, Gestik, Stimme, Körperlichkeit und Atmosphäre sind in die Rolle integriert, bleiben bestehen und sorgen für die gewünschte Aufmerksamkeit und eine einprägsame Performance. Folgende Schauspieler haben sich durch Animal Work auf ihre Rollen vorbereitet:

Juliette Binoche - Katze - Jet Lag
Marlon Brando - Bulldogge (in den Hals geschossen) - The Godfather (Der Pate)
Dustin Hoffman - Ratte - Midnight Cowboy (Asphalt Cowboy)
Tom Cruise - Fuchs - Magnolia
Robert De Niro - Bulle - Raging Bull (Wie ein wilder Stier)
Robert De Niro - Cobra - Cape Fear (Kap der Angst)

Die Reaktionen auf animalische Schwingungen sind tief mit der Evolution des Menschen verwurzelt. Diese Zusammenhänge werden für die Verbindung zwischen Tier-Rolle, Rolle-Schauspieler und Schauspieler-Publikum genutzt. Animalwork erfordert viel Nachforschung. Spezifisches Aussehen, Bewegung und andere Eigenschaften müssen recherchiert werden. Der Zoo, Tiergeschäfte und Dokumentationen bieten hier Möglichkeiten. Je eingehender recherchiert wird, umso spezifischer werden die schauspielerischen Entscheidungen und um so wirksamer und eindringlicher wird die Interpretation. Der Effekt von Animalwork ist der, dass die Zuschauer ihre Augen nicht vom Schauspieler abwenden können und, wenn das Tier nur noch unterschwellig präsent ist, dem Schauspieler viel Charisma zusprechen.





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